Leben wir in einer Gesellschaft der Schuld? – Laura Lemuria im Gespräch
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empfinde das eher so, dass die Seele eigentlich danach strebt, sich wirklich aus diesen alten Rollen jetzt wirklich mal zu befreien. Also raus aus Täter und Opfer und rein ins Schöpferbewusstsein, rein wirklich in die Schöpferkraft und raus aus diesen alten Rollen spielen, die uns vielleicht mal wirklich dienlich waren.
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schön, dass du den Weg hier zu diesem Video gefunden hast. Wir wollen heute mal ein relativ schweres Thema beleuchten. Es geht um die Schuld und die Last der Schuld. Und ob das wirklich so schwer ist und was die Schuld vielleicht ist, wie du damit umgehst oder wie man vielleicht das auch aus einer anderen Perspektive betrachten kann. Das möchte ich jetzt beleuchten mit Laura Lemuria. Liebe Laura, schön, dass du da bist und dir die Zeit für unser Gespräch nimmst.
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Ja, lieber Kai, vielen, vielen Dank, dass ich hier bei euch sein darf. Es ist immer wieder schön, bei euch zu sein. Und auch wenn wir über ein schweres Thema sprechen wollen, bringen wir da, glaube ich, Leichtigkeit rein. Und vielleicht hilft das dann auch dem einen oder anderen. Gerade bei dem Thema Schuld. Das ist ja schon das Wort. Das liegt ja schon schwer auf den Schultern gefühlt.
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Definitiv. Wenn man das so ausspricht, merkt man, jeder Buchstabe hat ja eine Schwingung und die Kombination dieser Gemeinsamen haben dann nochmal echt auch eine Information in sich, die feinstofflich wirkt. Und dann ist natürlich gleich mal das Thema, gibt es überhaupt die Schuld, so wie wir sie gerade mal empfunden haben? Also das ist ja so eine Prinzipfrage generell. Wo leben wir hier? Was ist der Sinn des Lebens? Da können wir ganz tief einsteigen. Aber vielleicht auf diesem Level mal betrachtet, wie siehst du das? Gibt es überhaupt Schuld bei diesem Spiel des Lebens?
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Ja, eine wahnsinnig komplexe Frage, die man bestimmt nicht so schnell und einfach beantworten kann. Und mich interessiert natürlich auch gleich mal deine Meinung dazu. Also wenn ich das Ganze aus einer höheren Perspektive betrachte, das heißt, wenn ich mich ein bisschen aus der Dualität löse, die wir hier auf der Erde haben, diese Erfahrungen, die wir hier machen von Dunkel und Hell ja, von Krieg und Frieden, wenn ich mich daraus löse, also wenn ich auf eine höhere Ebene gehe und sozusagen sage, die Seele geht jetzt wieder zurück aus dieser irdischen Dimension, dann wird Schuld sofort viel, viel leichter. Und dann würde ich fast sagen, nein, es gibt keine Schuld. Also es gibt in den höheren Dimensionen keine Schuld, es gibt nur Reaktion und Aktion. Also alles, wie soll ich das sagen, da alles, was ich natürlich auch in die Welt bringen, was eine Auswirkung hat, das wird wahrscheinlich auch eine Reaktion wieder auslösen. Aber die ist erst einmal wertungsfrei, würde ich mal sagen. Aber wir dürfen uns schon darüber bewusst sein, dass das jetzt nicht bedeutet, dass wir auf der Erde dann, wenn wir sagen, okay, in der geistigen Welt, gibt es ja keine Schuld, dann kann ich auf der Erde machen, was ich will. Also dann kann ich wahrlos rumlaufen und Menschen schlimme Dinge antun. Da soll man mal nicht meinen, dass einen das nicht einholt oder konfrontiert oder dass man sich nicht damit auch auseinandersetzen muss. Nur dieser Begriff Schuld ist natürlich etwas, was ich empfinde, sehr, sehr irdisches. Und was wir vielleicht auch manchmal etwas falsch definieren auf der Erde und zu schnell auch damit sind, jemanden die Schuld zuzuweisen, jemanden zu sagen, du bist Schuld daran, dass mein Leben jetzt so schlecht ist. Dabei hat es mit der anderen Person eigentlich gar nichts zu tun. Und gleichzeitig gibt es natürlich Situationen, wo wir durchaus die Wahl haben, ob wir jetzt etwas tun, was eine gewisse Auswirkung hat, was vielleicht auch eine negative Auswirkung auf einen anderen Menschen hat. Und dann müssen wir uns schon damit beschäftigen, was wir jetzt getan haben und wie wir damit umgehen. Und damit werden wir dann auch noch, auch im Jenseits, auch in der geistigen Welt noch konfrontiert. Aber das ist dann meist eigentlich, wenn wir etwas getan haben, was gegen unsere Natur geht, gegen unsere göttliche Essenz eigentlich, dann müssen wir uns schon ein bisschen damit auseinandersetzen.
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Na ja, warum haben wir das jetzt getan und war das wirklich der Weg, der meiner Seele entspricht? So würde ich es mal definieren.
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Was sagst du dazu? Wie siehst du das? Ja, spannend, Laura. Ich fand es wundervoll, wie du es beschrieben hast. Und ich bin da erstmal ganz bei dir, gerade auch die Perspektivwahl. Also wenn ich raussume aus diesem Spiel der Polarität, dann relativiert sich eben alles auch solche Schuldzuweisungen und so weiter. Wenn ich aber dann auch wieder reingehe, dann hinterfrage ich eher auch nochmal diese Worte natürlich. Also Schuld auf der einen Seite erfordert Verantwortung auf der anderen. Und wenn ich anderen Schuldzuweise, dann begebe ich mich eher in die Ohnmacht und gebe meine Schöpferkraft ab. Also das heißt, diese Zuweisung dieser Rollen, von denen du auch gerade gesprochen hast, empfinde ich eben auch immer noch natürlich als eine Positionierung,
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wie empfinde ich mich denn? Also empfinde ich mich als der Gestalter meines Lebens, dann habe ich auch die Verantwortung. Also ich gehe davon aus, wir haben die Verantwortung sowieso, ob wir jetzt bewusst gestalten oder unbewusst oder gar nicht. Also wir schöpfen immer, weil wir sind Schöpferwesen. Aber die Definition, die Schuld, was du ja sagtest, an einen anderen zu geben, ja du bist Schuld, dass ich jetzt so bin oder dass das passiert ist, das gibt eben auch natürlich die Macht ab an den anderen. Und ich glaube, dass hier Mechanismen drin zu finden sind, die uns letztendlich rausbringen aus unserer Eigenverantwortung, aus unserer Schöpferkraft und damit natürlich dieses Spiel des Lebens relativ schlecht zu spielen ist, weil ich dann eher zum Spiel Ball anderer werde. Also für mich beginnt das Ganze wirklich mit dem bewusstseins erweiternenden Blick, so wie du es sehr, sehr schön gesagt hast, aus der Beobachterposition sozusagen zu erkennen, es gibt keine Schuld, es hat seine Gültigkeit.
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Dann aber auch als Mitspieler in diesem Spiel wieder in diese Verantwortungsrolle zu überwechseln und damit natürlich auch die Schöpferkraft so einzusetzen, du hattest gesagt, den göttlichen Prinzipien sozusagen nicht widersprechend, in meinem Herzen folgend. Und wenn wir das tun, dann bringen wir nach unserem besten Wissen und Gewissen natürlich immer im Rahmen dessen, was gerade in unserem Blickfeld schon erfasst werden kann und Bewusstsein ist für mich, der jetzt 56 Jahre alt ist, ein Prozess des Erwachens. Das Bewusstseinsfeld wächst bei mir sekündlich, auch jetzt in unserem Gespräch wieder, deshalb liebe ich auch diese Gespräche, weil hier so viel Wachstumspotenzial für mich drin ist. Das heißt, das verändert sich. Also von daher ist das, wenn ich es umdrehe, eigentlich eine Frage, wie sehe ich mich selbst im Spiel des Lebens?
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Ja, absolut. Und du hast gerade ja auch einen super wichtigen Punkt angesprochen, das ist eben diese Eigenverantwortung. Also dass wir natürlich hauptsächlich mal in allererster Linie für uns selbst verantwortlich sind und es unglaublich schwierig ist, wenn wir halt ständig dabei sind, die Schuld im Außen zu suchen. Also ich bekomme keinen vernünftigen Job, ja, die Arbeitgeber sind alle irgendwie schlecht. Ich, also was ist auch sein, Marc? Also es gibt ja so viel und es ist tatsächlich etwas, was ich sehr, sehr schade finde, weil es mir gerade in Deutschland sehr häufig begegnet, wenn ich auf Menschen treffe, dass ganz, ganz viele Menschen in Deutschland gar nicht richtig bei sich selbst sind, sondern viel, viel mehr im Außen. Also in dem, was im Außen passiert. Ja, wegen der Politik kann ich das alles nicht, wegen dem und dem kann ich das alles nicht. Und da mag ja auch überall Sachen dran sein. Natürlich leben wir in einer Gesellschaft, die ineinander funktioniert, also die sich ja auch beeinflusst. Also natürlich ist es, wenn sich in der Politik etwas verändert, dann hat das sicherlich auch ein Einfluss auf mich irgendwie, auf mein Leben, vielleicht auf meine Steuern oder was auch immer. Trotzdem ist das nicht verantwortlich dafür oder sind diese Dinge nicht verantwortlich dafür, wie ich mein Leben letztendlich lebe und gestalte. Ich mache mal diesen wunderschönen Vergleich. Ich kann sein, dass ich das sogar schon mal hier gemacht habe, ich weiß es gar nicht, aber ich erzähle jetzt immer wieder von meiner Urgroßmutter. Meine Urgroßmutter, die natürlich im Krieg groß geworden ist, die hat sich im Krieg groß geworden, die ist ja schon, also vor dem Krieg, die hat den Krieg einfach richtig miterlebt. Die ist 1992, 1993 geworden, also hat ein gutes, gutes Alter erreicht und die hat Zeit ihres Lebens immer gesagt, nur gut, ich nehme es halt so an, wie es ist und ich mache mein Ding draus. Also die hat die Dinge, die hat ihr Leben nicht beeinflussen lassen, von all dem, was sie natürlich ihr ganzes Leben lang von außen extrem beeinflusst hat, sondern sie hat immer gesagt, na ja, ich mache das Beste draus. Also ich entscheide immer noch, wie ich damit umgehe und ich entscheide, inwiefern mich das beeinflusst. Und da kann man jetzt natürlich sitzen und sagen, oh, die ganze Welt, alles ist schlecht und ich lass mich davon runterziehen und diesen Schuld und diesen Schuld, aber das bringt mir ja gar nichts, nichts. Das wird ja nichts an meiner Energie verändern, sondern es wird mich tendenziell noch mehr runterziehen, wird diese, wird es noch weiter eben runterdrücken, anstatt zu sagen, okay, ich nehme das jetzt und mache meins draus und gestaltet das so, wie ich das möchte und lass mich dem nicht so reinfallen. Mein Vater hingegen war das komplette Gegenteil. Mein Vater war im Krankenhaus und hat sich über alles im Krankenhaus beschwert, immer. Das Essen, die Krankenschwestern, also da war alles schlecht im Krankenhaus und alles war, das Essen war Schuld, das er nicht genug getrunken hat, da war das Wasser dran Schuld, weil das Wasser schmeckt er ja nicht, ja? Also da waren so viele Elemente drin, wo man wirklich diesen Vergleich unglaublich sehen konnte, wie schwer man es sich auch im Leben machen kann. Wenn wir immer nur im Außen danach suchen, was läuft jetzt nicht richtig,
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wo ist irgendwas nicht in Ordnung, anstatt einfach zu sagen, gut, dann schmeckt mir das Wasser halt nicht so, wie ich das mag. Ich trink das aber trotzdem. Na und? So, fertig. Und das verändert natürlich die Energie schon enorm. Und ja, das ist mir eben, das ist etwas, was ich finde auch sehr viel mir halt in dieser, vielleicht jetzt nicht nur Deutschland, vielleicht so deutschsprachigen Raum, sehr, sehr auffällt, dass wir, um Gottes Willen, das betrifft natürlich nicht alle Menschen, ja? Also bitte, bitte fühlt euch, ich sitze hier selber hier in Deutschland, ja? Also das betrifft natürlich nicht alle Menschen. Aber wir haben hier schon in unserer Gesellschaft, in der Kultur, schon sehr verankert, dass wir immer nach den Fehlern bei anderen schauen, um uns dadurch vielleicht irgendwie besser fühlen zu können, weil dann hat der andere ja Schuld und dann bin ich nicht Schuld. Und das gibt dann vielleicht kurzfristig dieses Gefühl von, ah, dann habe ich ja irgendwie was besser gemacht oder was richtig gemacht. Aber das ist natürlich absolut kontraproduktiv für den weiteren Prozess, auch für den weiteren Seelenweg und eben auch so, wie du es gerade gesagt hast, für unsere Weiterentwicklung, um uns Sachen bewusst zu machen, um Dinge ja auch zu erkennen, um uns selbst zu reflektieren. Weil was passiert denn dann? Wenn ich die Schuld immer, wenn ich immer sage, ah, das ist jetzt nur weil das und das passiert ist, dann habe ich hier überhaupt gar keinen Grund, mich mal selber zu reflektieren. Dann kann ich das ja einfach immer schön wegschieben und sagen, ah ja, das und das ist daran Schuld, also muss ich mit mir selbst ja gar nicht arbeiten.
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So. Und das ist natürlich fatal und das empfinde ich, das gibt es teilweise auch in der Spiritualität. Ich mache jetzt mal kurz ein Ausschwenker, wenn es um das Thema Flüche geht, ja? Also, man begegnet ganz oft das Thema Flüche bis zu Verflucht. Das ist natürlich ein schöner Ausrede, aber wenn ich sagen kann, ah, der Fluch ist daran Schuld, dass meine Beziehung nicht funktionieren, dass ich keinen Beruf finde, es ist ja einfach nur ein Fluch, der daran Schuld ist. Das ist ja schön, das ist ja einfach, dann muss ich ja diesen Fluch einfach nur entfernen und dann ist alles wieder gut. Aber das ist ja wirklich ein Trugschluss, weil es hat immer, immer, immer, immer etwas mit dir selbst zu tun und indem wir anfangen, diese Dinge im Außen zu suchen und diese Schuld, Schuld ist das falsche Beruf, die Verantwortlichkeit immer wegzuschieben,
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haben wir aber auch keine Chance, immer selber zu reflektieren und mal selber zu gucken, was hat das denn eigentlich mit mir zu tun?
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Ja? Ja, du hast dir die Gesellschaft angesprochen, bring mich natürlich zu der Frage, was denkst du, wie konnte das sich so entwickeln? Weil wenn du sagst, unsere Gesellschaft gerade im deutschsprachigen Raum ist eher so, dass die Schuld im Außen gesucht wird, ist das dann so eine Dynamik, die sich aus der Gesellschaft heraus entwickelt hat oder ist in unseren Genen veranlagt, wie würdest du das einschätzen? Denn am Ende ist ja das, was du beschrieben hast, auch so eine Position der Ohnmacht und ich glaube, ganz viele Menschen fühlen sich heute auch in Deutschland ohnmächtig und das Wort und die deutsche Sprache ist sehr schön, weil sie das sehr gut beschreibt, lässt ein Jahr ohne Macht darstellen und dastehen und dann habe ich natürlich keine Handlungsfähigkeit. Also es bringt uns in das Ertragen sozusagen und nimmt uns die Handlungsfähigkeit. Wir müssen immer nur reagieren, aber können nicht mehr agieren. Da steckt ja so viel hinter, was im Grunde genommen sich vielleicht manch einer jetzt wünschen würde, dass mal jemand mit der Faust auf den Tisch haut und sagt so, jetzt nehme ich mal hier Verantwortung in die Hand und lass uns mal sozusagen in die Aktion kommen.
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Ja, ich denke, das ist etwas, das haben wir gerade mal kurz im Vorgespräch auch schon mal angesprochen, dass es, denke ich, auch mit unserer deutschen Geschichte zu tun hat. Ja, also mit dem Ersten und mit dem Zweiten Weltkrieg, da ist ja auch das Thema Schuld enorm präsent bis heute, dass manche das Gefühl haben, wir tragen da immer noch diese Schuld auf unseren Schultern durch eben die Geschichte, die wir eben auch als Deutschland sozusagen haben. Und ich beobachte das aber viel bei den jüngeren Generationen und das finde ich ganz, ganz schön, dass die das machen, die versuchen wirklich auch immer zu sagen, wir müssen diese Schuld loslassen, wir haben keine Schuld daran. Wir möchten nur erinnern und versuchen, dass es halt eben nicht noch einmal so passiert. Wir haben vielleicht, nee, wir haben auch gar keine Verantwortlichkeit dazu. Wir haben für das, was früher geschehen ist, keine Verantwortung, wir haben nur die jetzige Verantwortung in der jetzigen Zeit, dass wir vielleicht etwas daraus lernen, dass wir etwas mitnehmen können. Geschichte hat uns ja auch in unseren früheren Leben, also gehen wir jetzt mal von der Geschichte Deutschland weg, zu unserer eigenen Geschichte als Seele. Auch wir haben ja durch frühere Leben gelernt, so dass wir heute die Verantwortung haben, es jetzt anders zu machen oder jetzt verantwortungsvoll zu handeln. Und da müssen wir, glaube ich, wieder raus, ja, auch aus dieser deutschen Schuldglocke, die natürlich über unserem Land hängt und die vielleicht auch zu gewissen Zeiten ihre Berechtigung hatte, dass man dahin schauen musste. Aber
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jetzt ist es wirklich in der Zeit zu sagen, diese Schuld ist nicht länger da, sondern ich arbeite verantwortungsbewusst im Hier und Jetzt, also ich agiere im Hier und Jetzt verantwortungsvoll.
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Und
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ich glaube tatsächlich, dass das aus der Geschichte raus auch entstanden ist, dass wir, wenn es auch um kleine Dinge geht, immer gucken, aber wer hat denn jetzt Schuld daran? Also in Deutschland läuft vielleicht mal wieder irgendwas nicht so, wie ich es vielleicht laufen soll und dann wird direkt geguckt, wer ist Schuld, wer hat es verbockt? Und wer ist jetzt derjenige, den wir sagen können? Früher war es dann eben gewisse Persönlichkeiten aus der Geschichte, wo wir sagen könnten, ja, die waren ja ganz böse und die hatten dann allem Schuld. Und ich glaube, dass wir das heute manchmal auch machen, dass wenn irgendwas passiert, dass wir sagen, okay, der hat es verbockt, der hat was und dann wird in Deutschland aber auch gesteinigt, wie in keinem anderen Land habe ich manchmal das Gefühl, also, dass es wirklich aus so einer Energie rauskommt. Das ist jetzt der, der das Böse gemacht hat und den müssen wir jetzt bis aufs Letzte wirklich niedermachen, ob das in sozialen Medien ist, mit Hasskommentaren. Und da fehlt doch wirklich auch teilweise die Menschlichkeit. Also das war, ich meine, ich bin noch nicht so lange auf der Welt, aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass es früher, jetzt sage ich das auch schon, mein Gott, ich sage auch schon, dass es früher anders war.
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Aber das ist zumindest früher nicht so wahr, dass man überhaupt gar keine Fehler machen durfte. Also ich habe das Gefühl, dass wir manchmal jetzt hier in einer Gesellschaft leben, wo man überhaupt keine Fehler mehr machen darf, wo man alles muss perfekt sein und jedes Wort muss perfekt gewählt werden. Und wenn das nicht so ist, dann wird es wirklich problematisch. Und das bedeutet nicht, das möchte ich ganz wichtig dazu sagen, dass es nicht gut ist, dass wir uns reflektieren, dass wir vielleicht darüber nachdenken, dass manche Sachen nicht mehr so in die heutige Zeit passen und dass wir auch mit unseren Worten achtsamer werden, ja, dass wir durchaus Sachen aus der alten Zeit eben auch nicht mehr sagen sollten, weil sie andere Menschen verletzen und weil sie eben ja nicht mehr der heutigen Zeit entsprechen. Aber dieses, ja, ich weiß gar nicht, wie ich das schreiben soll. Also wirklich diese Macht, die da man, und das ist vielleicht das Spannende, was du gerade angesprochen hast, du hast gerade das Thema Ohnmacht angesprochen. Und ich glaube, dass es manchmal aus dieser Ohnmacht heraus, dass man Gefühl hat, man kann irgendwie nichts tun, dann dieser enorme Knall kommt, den man dann irgendwo entladen muss, so dass man das Gefühl hat, man hat wenigstens irgendwas getan. Ja, weil ich glaube, das ist tatsächlich auch was. Jetzt rede ich hier wie ein Wasserfall. Aber ich glaube, das ist tatsächlich auch was, was mit der deutschen Geschichte zu tun hat. Viele von uns, also wenn ich jetzt mal so für meine Generation spreche, ich habe das natürlich in der Schule alles gesehen, was im Zweiten Weltkrieg passiert ist. Ja, ich habe das in der Schule gezeigt bekommen und was da alles Schreckliches passiert ist. Und es hat natürlich auch in mir eine Art Ohnmacht hervorgerufen, weil ich ja als Generation jetzt gekommen ist, das Gefühl hatte, oh Gott, ich kann ja gar nichts machen. Ich kann ja persönlich nichts mehr daran ändern. Und ich glaube, dieses Gefühl, das steckt in vielen noch drin, so dass sie da vielleicht das Gefühl haben, sie müssten jetzt besonders laut sein oder besonders schnell mit jemanden auf dem Finger zeigen, damit sie nicht machtlos sind. Aber das ist halt nicht der richtige Weg. Das ist halt der Weg von außen, also sehr im Aus und nicht im Inneren, anstatt zu gucken, was kann ich machen, was macht es mit mir, wo kann ich Veränderungen für mich bewirken?
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Ja, zwar jetzt sehr viel. Ich hoffe, man konnte mir folgen.
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Ja, absolut. Du hast wunderbare Themenbereiche ja auch verbunden und die gehören aus meiner Sicht auch absolut zusammen. Genau diese Perspektive erstmal, wie gehe ich mit der Schuld um, dass auch die Generationsfrage natürlich hier eine Rolle spielt. Und ich glaube, dass dieses Bewusstsein, was ich vorhin angesprochen habe, da auch mit rein spielt, wie sehe ich das Ganze? Wenn ich das jetzt mal von der anderen Seite beleuchte, also wenn ich jemand eine Schuld zuweise, dann ist ja jemand auch in meiner Schuld sozusagen andersrum gesehen, das ist ja auch ein Instrument. Also welche Rolle spielt das aus deiner Sicht, dass hier Schuld missbraucht wird, um andere Menschen sozusagen, die man schuldig spricht, zu kontrollieren? Weil das ist ja auch oft im Kleinen wie im Großen. Also hier geht es nicht nur in Familien oder Partnerschaften so oder Freundschaften, dass wenn jemand Schuld ist, dass der dann sozusagen in der Schuld steht, das geht weiter natürlich bis hin zum Schuldner gegenüber einer Bank oder auch dann im Großen, wenn wir wieder die Gesellschaft ansehen, dass hier Länder in der Schuld stehen oder ethnische Rassen. Wir haben ja ganz viele Bereiche. Kann auch dieses Instrument in der Richtung missbraucht werden? Wie siehst du das?
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Ja klar, es kann ja total manipulieren. Also ich stelle mir gerade so eine klassische Situation vor, die man häufig in Dynamiken, in Partnerschaften oder Beziehungen sehen kann, wenn man den anderen dafür verantwortlich macht, dass man selber nicht glücklich ist. Also man sagt dem Partner, du bringst mir überhaupt gar keine Blumen, du kümmerst dich nicht um den Haushalt, ich mach's jetzt sehr plakativ. Also diese ganzen, so kleinen Sachen, wo man halt anfängt in einer Beziehung, ständig die Schuld bei dem anderen zu suchen und nicht zu schauen,
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was kann ich denn tun, was hat das eigentlich mit mir zu tun? Dann hat das natürlich auch was Wahnsinnig Manipulatives gegenüber dem Partner, weil der Partner immer das Gefühl haben wird, oh Gott, ich mach nicht genug, ich muss noch mehr tun. Also es wird ja da auch wirklich eine Art Mangel erzeugt, so wie du das gerade gesagt hast, dass der das Gefühl hat, ich stehe irgendwie in der Schuld, ich muss jetzt alles dafür tun, dass die Person gegenüber von mir glücklich ist, dass sie zufrieden ist. Und das ist nicht gesund, sagen wir es mal. Und in welchen Konstellationen jetzt auch immer natürlich, auch wenn wir das groß ziehen auf Staaten, wenn natürlich Staaten Länder das Gefühl haben, der eine schuldet dem anderen irgendwie was, dann wird es immer schwierig, dann ist es immer eine Art unter Druck setzen und eine Art von, ich mach es jetzt eigentlich nicht aus freiem Herzen heraus, sondern ich mach es, weil ich das Gefühl habe, ich muss es jetzt tun, ich bin dazu verpflichtet oder die Schuld lastet eben auf meinen Schultern und daraus mache ich das.
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Und alles was natürlich aus dieser Energie heraus kreiert wird, kann ja gar nicht eine hohe, liebevolle Schwingung haben. Also wenn ich etwas aus Schuldgefühlen mache, wird es immer von der Schwingung her ein bisschen niedriger sein. Wenn ich aber etwas mache, weil ich von Herzen gerne jemandem jetzt eine Freude machen möchte, einfach nur weil es mich erfüllt, weil es mein Herz erfüllt und weil es aus dieser Freude heraus und aus dieser liebevollen Energie heraus passiert, ja, es ist ja eine ganz andere Energie und es ist auch eine ganz andere Energie, die bei der Person dann ankommen wird, so, wenn es daraus entsteht.
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Es ist aber natürlich unglaublich schwierig und ich habe das selber auch in Beziehungen erlebt, das ist ein Prozess, da muss man wirklich aufpassen, dass man immer wieder schaut,
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die anderen Personen um mich herum sind nicht für mich verantwortlich, für mein Glück. Ich kann nur selbst in mir Glück erzeugen.
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Und mir fällt jetzt gerade wieder so ein Spruch ein. Ich bin ein kleiner Fan von Harry Styles, falls das jemand mal mitbekommen
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hat, jetzt was ganz anderes. Aber
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der etwas ganz Tolles gesagt, der macht ja Musik. Und wen dem Begriff ist, also ein Musiker macht im Moment viele Konzerte und ich war tatsächlich jetzt im Sommer auf zwei Konzerten von ihm und es war einfach so toll, weil es da einfach dieses, ja, das tut halt auch der Seele gut, sich an Orte zu begeben, wo sowas wie Schuld überhaupt gar keine Rolle spielt, sondern wo wir einfach miteinander schön Freude teilen können und um jetzt Harry Styles zu zitieren, er hat einen schönen Tipp gegeben für Beziehungen, also wie funktionieren, wie funktionieren Beziehungen. Und er hat den Satz gesagt, du musst sozusagen erstmal dein eigenes Glas auffüllen und alles was überläuft, damit kann ein Partner dann, darin kann ein Partner sich dann verlieben. Also fülle sozusagen dein eigenes Glas und alles was überläuft, das kannst du teilen, vermehren, größer machen. Und wenn wir jetzt von Schuld sprechen, dann ist unser Glas ja überhaupt nicht voll. Also dann ist unser Glas ja meistens schon mal nur vielleicht bis zum Drittel oder so gefüllt und das andere versuchen wir zu füllen, vielleicht indem wir uns das, die Schuld bei anderen suchen, warum der Rest nicht gefüllt ist, aber das wird das Glas niemals füllen. So, das können wir halt wirklich nur selber auffüllen. So, jetzt habe ich ein bisschen den Bogen dazu gespannt und ich fand es gerade ganz spannend, ich habe mich nämlich daran erinnert, als ich jetzt auf diesen Konzerten war im Sommer, das war so eine schöne Energie und so ja, so viel Freude und einfach, dass man sagt, man findet sich zusammen und hat eine gute Zeit und trotzdem habe ich auf Social Media beobachtet, wie es trotzdem wieder Leute gab, die gesagt haben, aber die Bühne war zu hoch, aber das Licht war zu grell, aber die Lautstärke, der Sound war nicht optimal, aber er hat einmal während seiner Performance nicht richtig gesungen oder ich weiß es nicht. Und das hat mich dann schon wieder, das lässt mich auch manchmal wirklich sprachlos da, weil ich denke, warum machen wir das? Warum suchen wir immer noch in den schönen Momenten immer noch nach diesem Detail, was nicht perfekt ist oder was nicht gut ist und was wir aber doch noch mal kritisieren müssen oder doch noch mal sagen müssen, auch dafür war mein Ticket jetzt aber ganz schön teuer. Also, wenn das Licht nicht so eingestellt war, wie ich das haben wollte, na dafür war das Konzertticket aber dann doch ein bisschen teuer.
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Warum? Es ist tatsächlich auch eine Frage, die ich manchmal nicht zu 100 Prozent beantworten kann.
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Ich kann es mir dann immer nur wieder durch die Dualität erklären und mir sagen, gut, wir haben auf dieser Erde schwarz und weiß und manche Menschen brauchen vielleicht dieses schwarze, dieses dunkle noch in ihrem Leben, um halt etwas noch zu integrieren und vielleicht doch irgendwie noch was zu lernen, zu begreifen. Die sind dann halt noch nicht da. Und das dann auch zu sagen, okay, dann lasse ich sie da, vielleicht kann ich sie ein bisschen anstoßen und sagen so, hey, also so schlimm mit dem Licht war das doch jetzt doch nicht, war das jetzt wirklich so schlimm, um sie vielleicht da doch auf einen Weg zu bringen, aber es ist manchmal schwer, diese Menschen zu erreichen. Also, man merkt auch, dass sie dann so da in ihrer Glocke sind und das dann auch wirklich was Negatives, irgendwas Schlechtes sehen, vollen.
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Ja.
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Also, mir kommt gleich in den Sinn, dass im Grunde genommen die Erklärung für die Frage, die du gerade gestellt hast, aus meiner Sicht ja schon durch das Glasbeispiel, also durch die Parabel, sozusagen, ja gegeben ist, weil bei denen, die immer nörgeln, ist das Glas eben irgendwo leer, oder halb leer, oder dreiviertel leer, oder dreiviertel voll, je nachdem, auf jeden Fall fehlt da ihnen was. Und ich würde das übertragen wollen auf dem Fluss der Energie. Also, wir haben ja eben normalerweise oder idealerweise würde ich sagen, und das ist auch unser Geburtsrecht, sind wir angebunden zwischen Himmel und Erde. Und wir sind angebunden an die Urquelle allen Seins, da ist Energie in Überfluss da, das ist kein Mangel. Und ich glaube, so wie ich es auch wahrnehme, ist eben der Mensch durch die Abgetrenntheit nur noch an so einem Rennensaal im normalen Alltag an diese Energiequelle angebunden. Und was haben wir gelernt in unseren familiären Konstellationen, in den gesellschaftlichen Konstellationen, Energie zu klauen beim anderen. Und es gibt eben gewisse Energieklaumuster. Das heißt, wir haben eben so, man kann das auch in seiner eigenen Familie wunderbar analysieren. Es gibt da auch ein sehr schönes Buch, was wir so Anfang der 90er gelesen haben von James Redfield, das sind die Prophezeiungen von Chelestine, da werden eben diese vier Energieklaumuster sehr schön beschrieben. Also der Unterdrücker, der Fragenbeamter, das Arme ich und der Unnahbare, so hat er das mal kategorisiert. Und man kann eben eine Mischung selber für sich sozusagen bei sich auch identifizieren. Und dann ist es ganz lustig, wir haben das gemacht, Antje und ich damals schon, in unserer Familie. Und dann wird irgendwie klar, warum so ein Nörgler geboren wird. Also das heißt, er wird ja nicht geboren, sondern der vormt sich aus dem Energiemangel, um dann auch was abzubekommen in seiner Familie von der Energie, die man sich immer schön im Kreise aus der Tasche klaut, weil das Glas eben nicht voll ist, das eigene. Und dann ist man in einer Partnerschaft eben nicht, sondern in einer Beziehung, die immer dran zieht, aus Bedürftigkeit. Weil ich möchte ja von dem anderen dann das haben, damit mein Glas endlich voller Energie ist. Und ich glaube, dass da sich der Kreis dann schon sehr schön schließt. Und das ganze und das Beispiel finde ich großartig mit dem Glaswasser. Wenn man selber in seiner ganzen Liebe erfüllt von dieser Energie ist, dann bin ich eine Wohltat für das Umfeld. Und dann schenke ich die Energie. Da braucht man die auch keiner klauen. Und wenn jeder in seiner Energie, in seiner vollen Kraft ist, dann wird hier überhaupt nicht mehr Energie geklaut. Und ich glaube, das ist ein Hauptthema unserer Menschen-Daseinsebene, dass wir eben in diesem Mangel geführt wurden, aus verschiedensten Gründen gar keine Frage. Es wird auch beliebig viel Energie geklaut, auch im ganz großen Stil, nicht nur familiär. Und dann versucht jeder nur noch zu überleben. Und ich glaube, wir sind in dem Überlebensmodus. Und die Schuld ist aus meiner Sicht eben auch genau ein Hebel, eine Möglichkeit, Energie vom anderen zu klauen. Und wenn jemand bei mir in der Schuld steht, dann muss er das erst mal wieder gut machen. Und schon fließt hier Energie. Ja,
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das hast du total super, ja, ganz genau. Also, da kann ich dir zu 100 Prozent zustimmen, wie du das dargestellt hast. Genau das ist es. Also, wenn wir selbst eben nicht unser Glas aufgefüllt haben, dann versuchen wir natürlich, krampfhaft es irgendwie aufzufüllen. Und das kann eben auch sein, ganz, ganz stark zum Beispiel durch Opferrollen, durch Opferbewusstsein. Wenn wir uns immer als das Opfer oder der Umstände empfinden und alles und die Welt ist so böse, dann versuchen wir natürlich, dass andere Menschen kommen und sagen, ich gebe dir mal ein bisschen. Und das tut dann für den Moment, ist das vielleicht dann auch gut, aber langfristig wird sich daran dann eben nichts verändern.
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Und ja, vom Opferbewusstsein wirklich in die Schöpferkraft zu sagen, ich hol mir das nicht woanders, sondern ich kann es nur in mir kreieren, ich kann es nur in mir erschaffen. Und ja, wo wir anfangs waren bei dem Thema, da können wir natürlich in anderen, ja, können wir auch viel von anderen Menschen ziehen. Also, wenn wir uns in diese Opferrolle begeben und gelernt haben, vielleicht eben auch aus Mustern, aus der Kindheit, dass man zum Beispiel gelernt hat, wenn ich jetzt besonders viel schreihe oder weine, dann kriege ich am Ende vielleicht doch das, was ich haben möchte, so.
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Aber natürlich auf dem total falschen Weg, weil ich dann am Ende nicht die Liebe bekomme, sondern einfach nur das, was ich vielleicht in dem Moment haben möchte, dann habe ich natürlich auch ganz tiefe Muster verankert, dass ich durch dieses Verhalten, vielleicht kurzer langfristig, dann doch irgendwie an mein Ziel komme, aber dann leer, im Inneren leer und nicht erfüllt und nicht aus der Fülle heraus, sondern aus dem Mangel heraus.
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Ja, definitiv, Laura. Und das Witzige ist, ja, ich weiß nicht, wie du es siehst, das würde mich jetzt interessieren, weil jetzt haben wir ja über Partnerschaften, Gesellschaft, Familien, Strukturen, also immer im bilateralen oder multilateralen Umfeld, sozusagen gesprochen, nämlich die Schuldfrage, versucht zu klären. Nun gibt es ja auch die Selbstvorwürfe, ja. Also, ich glaube, der Mensch ist perfekt dafür programmiert worden, irgendwie sich auch selbst Vorwürfe zu machen, sich selbst die Schuld zuzuschieben und sich selber damit auch niederzumachen. Also, welche Rolle spielt das aus deiner Sicht und wie werde ich sowas denn los?
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Das ist eine sehr gute Frage und das ist super schwer, weil das ist tatsächlich ein spannendes Thema, was mich sehr, sehr lange mein Leben begleitet hat, weil ich zum Beispiel immer ganz, ganz oft das Gefühl hatte, ich darf anderen nicht zu Last fallen oder wenn ich jetzt ein Termin absage, weil es mir selber nicht gut geht, dann oh Gott, dann fühle ich mich schon total schuldig, weil dem anderen, dem geht es dann vielleicht nicht gut oder der ist dann traurig, oder wie auch immer, also genau diese Prozesse, die du angesprochen hast, wo wir uns ja manchmal, ich spreche jetzt mal von zwei Sachen. Also, ich würde es schon mal unterteilen. In den einen Teil, wo ich sagen würde, das sind unberechtigte Schuldgefühle, also da müssen wir uns eigentlich nicht schuldig fühlen, wenn wir jetzt zum Beispiel jemandem absagen, weil wir uns selber nicht gut fühlen, weil wir auf unser Gefühl hören, dann müssen wir uns dafür natürlich nicht schuldig fühlen, was wir aber vielleicht manchmal machen, weil wir eben als Kind gelernt haben, du darfst irgendwie die Mama nicht enttäuschen, den Papa nicht enttäuschen, du musst, wenn du zu Oma gehst, musst du auf jeden Fall glücklich sein, und du bist hier oben mal traurig oder so, ja, also es gibt ja so Sachen, die wir einfach schon in der Kindheit integriert bekommen haben, dass wir immer gucken müssen, dass es allen um uns herum gut geht, nur wir selbst müssen dann halt zurückstecken. Und das kann natürlich eben auch dazu führen, dass wir uns selbst sehr, sehr schnell für vieles schuldig fühlen, oder für die Gefühle anderer schuldig fühlen, obwohl wir dafür gar nichts können.
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So, und wenn es darum geht, es ist natürlich wahnsinnig wichtig, zu lernen, sich abzugrenzen. Mir hat da immer ein Satz gut geholfen, das ist dein Thema und nicht meins, ich bin im Frieden. Also wenn jemand enttäuscht darüber ist, dass ich ihm jetzt absage, dann ist das sein Thema. So, dann kann er sich überlegen, ob er jetzt enttäuscht sein möchte, oder ob er sagt, na gut, dann hat sie halt abgesagt, mach ich halt jetzt was anderes. Also es ist ja auch wieder die Entscheidung von der anderen Person, ob sie jetzt tief und traurig und enttäuscht sein möchte und jetzt den ganzen Tag negativ denken will. Das ist ja nicht meine Entscheidung, sondern das ist ja die Entscheidung von der anderen Person. Und da hilft es im Grunde wirklich nur, sich selbst immer wieder abzugrenzen, bei seiner Energie zu bleiben und eben auch zu versuchen, immer wieder reinzuspüren, was tut mir jetzt wirklich gerade gut und hat das wirklich was mit mir zu tun, muss ich mich dafür jetzt schuldig fühlen. Und in den meisten Fällen musst du es nicht.
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So, und die Frage ist natürlich, müssen wir uns überhaupt irgendwie schuldig fühlen? Ich würde natürlich jetzt schon trotzdem mal ein zweites Feld aufmachen, weil ich glaube schon, dass wir als Menschen in der Lage sind, wenn wir jetzt mal wirklich von sehr, sehr schlimmen Dingen ausgehen, einem anderen Menschen etwas sehr Schlimmes zuzufügen. Und das ist dann wirklich schlimm. Also ich definiere das immer so, in dem Moment, wo ich die Grenze des anderen überschreite, das heißt, wo ich wirklich in sein Feld reingehe und ihm körperlich etwas antur, ihm auch, ja, es gibt auch durchaus psychische Verletzungen, ja, also emotionaler Missbrauch und so was, alles. Das würde ich nicht unterschätzen, dass wir da auch bei jemand anderem wirklich Schaden zufügen können. Und das können wir.
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Wir haben die Macht als Mensch, einem anderen Menschen, wenn wir über seine Grenzen gehen, wirklich Schaden zuzufügen. Und ich denke, da ist es schon auch ein wichtiges, ein wichtiger Mechanismus für uns Menschen zu reflektieren,
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trage ich daran jetzt die Schuld. Trage ich, wie gesagt, ich merke immer wieder, wenn ich die Schuld sage, nein, du trägst dafür nicht die Schuld, du trägst dafür die Verantwortung. Eigentlich ist das Wort Schuld wirklich, man merkt es immer wieder, wenn wir darüber sprechen.
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Das Wort Schuld ist sehr negativ beladen, aber du trägst natürlich die Verantwortung dafür für das, was du mit deinen Taten getan hast. So. Und diese Verantwortung musst du gegebenenfalls auch tragen. Das heißt, du musst dich damit auseinandersetzen, du wirst damit vielleicht nochmal in einem anderen Leben konfrontiert, du wirst sicherlich damit konfrontiert, wenn du diese Erde wieder verlässt, dann übernimmst du schon Verantwortung für all das, was du getan hast. So.
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Und damit beschäftigst du dich. Das heißt immer Aktion, Reaktion. Also wir können natürlich nicht durch die Welt laufen, damit einen großen Hammer und alle Menschen verprügeln und dann am Ende sorgen, oh, es gibt ja keine Schuld, das ist ja alles nicht schlimm.
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Klar können wir, wenn wir in das Feld eines anderen Menschen zu stark eindringen. Also das ist natürlich auch schwierig zu definieren, wo fängt dieses Feld an und wo hört das auf. Also grundsätzlich würde ich mal sagen, wenn wir für uns selber einstehen, also wenn wir etwas machen, wo wir für uns selbst einstehen und unsere Grenzen ziehen, dann greifen wir eigentlich nie in die Felder von anderen Menschen ein. Dann müssen die einfach damit klarkommen, dass wir unsere Grenzen ziehen und sagen, nein, ich möchte jetzt nicht und wenn derjenige enttäuscht ist, traurig, dann ist das jetzt nichts, was wir Schlimmes getan haben. Sondern es ist ganz, ganz wichtig sogar für uns.
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Wenn wir aber diese Felder überschreiten und es eigentlich nichts mehr mit uns zu tun hat, also wenn wir jetzt in die Felder anderer Menschen eingreifen, ihre Grenzen überschreiten und es gar nichts mehr mit uns zu tun hat, sondern wir einfach daraus Energie ziehen wollen oder weil wir, ja, dann wird es natürlich problematisch und dann ist es auch gut, dass wir ein gewisses Verständnis von Schuld haben, was uns ein bisschen dazu dann schon bringt zu reflektieren und zu gucken,
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hm, war das jetzt wirklich zum höchsten Wohle, was ich da getan habe? War das wirklich im Sinne des höchsten göttlichen Bewusstseins oder war das zum Beispiel aus meinem Ego heraus, aus meiner Verletztheit heraus, aus einer Wut heraus und eigentlich nicht aus meinem höchsten göttlichen Bewusstsein? So,
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ja, diese zwei. Ja, sehr gut, sehr gute Punkte, Laura. Ich freue mich, weil es entwickelt sich eine wunderbare Dynamik. Also ich bin ganz und gar bei dir, dass eben genau zum höchsten Wohle ist so ein absoluter Prüfstein für mich zum Beispiel in solchen Situationen auch. Und auf der anderen Seite wissen wir ja aber auch gerade aus der spirituellen Szene, da wird also natürlich viel über Seelenverträge gesprochen und karmische Verstrickungen und dann gibt es da Opfer, Täter und ohne Opfer gibt es kein Täter. Also kurzum, es gibt diverse Beispiele, die immer wieder auch angeführt werden, wo ich erinnere an die kleine Seele, sprich mir Gott zum Beispiel, ja, wo also jemand vor der Inkarnation sagt, Mensch, komm, ich nehme die Last auf mich und tu dir was Schlimmes an, damit du in den Genuss dieser Erfahrung kommst. So provokativ formuliere ich das jetzt mal. Wo ist denn jetzt hier die Grenze? Dann ist ja auf einmal, dass ich etwas in Häkchen mich schuldig mache, ja, und so wird es ja auch im Gericht gesprochen, sie sind schuldig. Dann ist das aber auf einmal eigentlich ein Gottesdienst in Häkchen, ja, also weil ich ja der Seele, mit der ich mich verabredet habe, gibt es das noch in der heutigen Zeit aus deiner Sicht oder ist das ein verstaubtes spirituelles Relikt aus einer vergangenen esoterischen Zeit, die immer mal wieder aufpoppt, wie siehst du das oder ist das tatsächlich eine Diskrepanz oder wie können wir damit umgehen?
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Ich bin total spannend, dass du die Frage stellst, weil die Frage wird mir auch immer mal wieder gestellt, dass man sagt,
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na ja, aber wenn man sich als Seele dazu verabredet hat, dass der eine Täter ist und der andere Opfer, dann ist es ja eigentlich gar nicht so schlimm, weil dann haben wir es ja quasi abgesprochen. So, und dann wollte deine Seele ja, dass wir uns gegenseitig mal auf die Mütze hauen, so, ne? Also dann ist das ja quasi im Seelenplan so vorgeschrieben. Ich weiß, dass es dazu unterschiedliche Meinungen gibt. Für mich macht es überhaupt gar keinen Sinn. Ich empfinde es null so. Also ich empfinde es überhaupt nicht so, dass wir uns in der geistigen Welt dazu verabreden, uns böse Dinge anzutun. Ich kann verstehen, dass wir aus allem, was wir uns gegenseitig antun, auch lernen können. Das eine schließt das andere ja nicht aus. Also deswegen sind wir ja auch hier auf der Erde. Wir haben die Dualität. Wir können diese Dualität natürlich extrem stark lernen, krasse Bewusstseinssprünge machen. Und ich denke, dass wir durch die vielen, vielen Inkarnationen auch irgendwie alle mal diese Rollen gespielt haben von Täter Opfer. Das ist ja sicherlich eben auch was dran ist. Und so wie du sagst, dass auch in der Spiritualität auch seine Berechtigung hat, dass wir uns auch daran erinnern dürfen. Ich habe mal ganz
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früher ein Leben von mir gesehen, wo ich ein Sklaventreiber in Rom gewesen bin. Um mir halt auch mal zu zeigen, du warst auch nicht immer hier der Weiße Engel. Also um
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auch uns bewusst zu werden, wir tragen das ja auch alle in uns. Also wir alle sind ja nicht nur das eine oder das andere, sondern wir haben auf der Erde ja auch diese beiden Seiten in uns. Und wir haben sie sicherlich auch schon mehrfach gelebt.
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Nichtsdestotrotz glaube ich, dass es nicht zum höchsten Wohle ist, wenn wir sagen, wir tun uns hier auf der Erde die schlimmsten Dinge an, um daraus was zu lernen. Das glaube ich nicht. Das fühle ich so auch nicht. Trotzdem können wir natürlich aus jeglichen negativen Situationen ganz, ganz viel lernen, so wie ich das gerade schon gesagt habe.
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Aber ich
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empfinde das eher so, dass die Seele eigentlich danach strebt, sich wirklich aus diesen alten Rollen jetzt wirklich mal zu befreien. Also raus aus Täter und Opfer und rein ins Schöpferbewusstsein, rein wirklich in die Schöpferkraft und raus aus diesen alten Rollen spielen, die uns vielleicht mal wirklich dienlich waren.
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Sonst wären sie nicht da gewesen. Ich bin sowieso der Meinung, alles was irgendwie da ist, ist uns in irgendeiner Art und Weise dienlich. Sonst wäre es nicht da, sonst wäre es nicht erschaffen.
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Aber zur heutigen Zeit habe ich nicht das Gefühl, es wäre ja auch ein Endlos Spiel. Also wenn wir sagen, ich lade mir jetzt Schuld auf, danach übertrage ich die auf dich. Ja und wer überträgt sie denn dann weiter? Also sie würde ja immer, immer weiter übertragen und dann irgendeinen Punkt müssen wir sie ja mal auflösen. Also da ist es ja dann mal Zeit zu sagen, okay wir tragen sie jetzt nicht immer weiter, sondern wir gehen jetzt mal aus diesem alten Muster raus. Und wenn uns Schlimmes angetan wird in diesem Leben, heißt das nicht, dass wir demjenigen im nächsten Leben auch was Schlimmes antun müssen, damit wir das wieder ausgleichen und die karmische Verstrickung irgendwie auflösen? Nein, nein. Wir können das ganz einfach, das finde ich immer so spannend, weil mich dann Leute fragen,
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ja aber wenn der mir was ganz Schlimmes angetan hat, wie kann ich denn das dann auflösen, dann muss ich den doch auch was Schlimmes antun, damit ich diese karmische Verstrickung wieder auflöse. Nein, weißt du wie es auflöst? Vergebung, Heilung in den Frieden bringen, Thema schließen. Natürlich ist es nicht immer so einfach, ja das verstehe ich, aber auch das ist ja ein Prozess und das ist ja eher der Prozess, der uns jetzt wieder zurück in dieses hohe Bewusstsein bringt, nicht du und dann ich, sondern okay du reflektieren, Bewusstsein, Meilen weit nach oben katapultieren und zu sagen, okay, ist gut, ich vergebe.
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So und ich gehe nicht wieder noch tiefer in diese Schuld rein, indem ich mir dann auch wieder Schuld auflade.
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Ja, wundervoll Laura, du sprichst mir aus dem Herzen und das ist genau die Lösung auch aus meiner Sicht, es geht eben genau um diese Vergebung und das eine was du vorher beschrieben hast und was ich ja so provokativ jetzt auch nochmal nachgebohrt habe, ist für mich eben das alte Testament, Auge um Auge, Zahn um Zahn und wenn wir von Christus Energie sprechen, dann dürfen wir sie jetzt offenbaren, ja und das ist eben die Energie der Liebe, das ist das Mitgefühl für uns selbst, für das Spiel und das wirklich diesen Horizont zu erweitern, sprich mit dem erweiterten Bewusstsein diese inneren Werte auch umzusetzen, ja und dann eben das Schwert hinzuwerfen und zu sagen, nein, ich spiele dieses Spiel nicht mehr mit und aus dieser Kraft heraus, aus diesem Bewusstsein und mit dieser Wirkkraft, also wie du sagtest natürlich der Schöpferkraft, ja, angebunden zwischen Himmel und Erde, können wir dieses unendliche Spiel, was es sonst wäre, genau so, können wir es jetzt beenden und ich glaube fest daran, dass wir genau deshalb hier sind, Laura, wir sind hier um dieses Schuld und Schuldigen Spiel zu beenden auf allen Ebenen,
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denn es ist eine Illusion, die uns im Spiel hält, weil es immer noch was gut zu machen gibt, genauso wie die karmischen Gesetze, sie sind ein Konstrukt aus meiner Sicht, das nur in dieser Dualität funktioniert und je mehr wir uns davon loslösen und du hast es vorhin schon eingangs so schön formuliert aus dieser Beobachterrolle, aus der Dualität betrachtet, dieses Spielfeld siehst, dann kannst du in diese Annahme gehen, dass alles, wie es ist, gut ist und du bist nicht mehr in dem Resonanzfeld dieser alten Energien und da an dieser Schwelle stehen wir und es geht darum, das jetzt umzusetzen und aus vollem Herzen und voller Überzeugung zu leben.
[01:49:32:12 - 01:49:46:11]
Total schön, da habe ich im Grunde gar nichts mehr hinzuzufügen, das hast du so schön zusammengefasst, mir kam gerade noch ein Gedanke und das sehen wir ja auch mit Kriegen, Kriege im Weltgeschehen.
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Ja, es gibt jemanden, der anfängt oder vielleicht hat er auch nicht angefangen, also vielleicht war auch was ganz anderes, was diesen Krieg ausgelöst hat und es gibt ja so viele Konflikte auf dieser Erde, aber wenn wir immer sagen, wir müssen diesen Konflikt immer weiterführen, immer weiterführen, ja dann wird er ja niemals enden. So und es gibt ja immer dieses schöne Sprichwort, es ist Krieg, aber keiner geht hin. Genau das ist es, genau das ist es. Wenn wir einfach nicht mehr mitmachen, was soll denn dann passieren? So, dann gibt es natürlich immer noch das Risiko, dass es manche gibt, die das nicht begriffen haben und die weiter draufhauen, okay ja, das Risiko haben wir. Das ist nun mal auf der Erde so, da sage ich immer, das werden wir auf der Erde glaube ich auch nie wirklich abschaffen. Dafür ist, hat die Erde halt dieses Feld, aber wir können trotzdem uns selbst entscheiden, machen wir mit oder machen wir nicht mit. Oder gehen wir den Weg des Friedens, den Weg der Liebe, den Weg der Fülle zurück zu unserem göttlichen Licht und wir haben immer die Option zu sagen, nein, ich mach nicht mit.
[01:50:58:12 - 01:51:19:05]
Definitiv und ich finde es so gut, weil dieser Spruch, stell dir vor, ist es Krieg und keiner geht hin, der ist noch aus meiner Wahrnehmung, aus der Friedensbewegung in den 70er, 80er Jahren und das habe ich immer schon gefeiert, ja. Denn wer sagt denn, dass wir in den Krieg ziehen sollen? Und da kommen wir wieder zurück in die Verantwortung.
[01:51:20:09 - 01:52:56:14]
Also nichts zu tun oder mitzumachen als Mitläufer und wir haben leider Gottes viel zu viele Mitläufer auf diesem Planeten, weil jeder möchte irgendwie so durchkommen und eben keine Verantwortung übernehmen. Aber diese Zeit ist vorbei, denn wir müssen uns bewusst machen, dass jeder Mitläufer und jeder Nicht-Entscheider, dadurch dass er nicht entschieden hat, ja trotzdem in seiner Verantwortung dafür ist, nicht entschieden zu haben oder nicht eingegriffen zu haben oder nicht das Wort und die Stimme erhoben zu haben. Das heißt, wir kommen aus der Nummer gar nicht raus, außer in die Eigenverantwortung zu gehen. Und wegducken geht nicht, das ging noch nie. Und wenn wir in die Geschichte gucken, dann kann man immer nur sagen, und das wäre vielleicht hier eben genau das Thema der Verantwortung der deutschen Gesellschaft, braucht man nur 100 Jahre zurückzugehen, ja. Geschichte wiederholt sich zwar nicht, aber sie reimt sich. Das heißt, wir werden das ein bisschen vergleichen, die Weihmacher Republik sozusagen in ihren Endzügen. Ich meine, wir wissen inzwischen auch, dass wir hier in der Scheindemokratie leben und das gewisse Kräfte machen, was sie wollen. Und das Volk guckt zu oder auch nicht, weil die sind ja beschäftigt mit Brot und Spielen, hat aber die Konsequenz, dass ich trotzdem als Teil dieser Gesellschaft in einer Verantwortung stehe. Und nicht zu tun ist genauso verantwortungsvoll oder los sozusagen, als wenn ich irgendetwas tue. Also es gibt keine Ausrede. Ja,
[01:52:56:14 - 01:53:16:13]
absolut. Ja, da kann ich dir nur zustimmen. Und ja, es ist einfach super, super wichtig in dieser heutigen Zeit. Ich kann es wirklich immer nur wieder sagen, guck nicht auf deine Nachbarn, guck, nein, das hört sich jetzt komisch an, stopp. So solltet ihr der Satz nicht klingen.
[01:53:16:13 - 01:53:48:18]
Natürlich liebe deinen Nächsten, ja? Also gucke natürlich auch auf deine Mitmenschen. Ich habe gerade so das Gefühl gehabt, das geht in eine falsche Richtung. Also klar, liebe deinen Nächsten, gucke auf deine Mitmenschen und so. Aber gucke nicht auf deinen Nachbarn, was macht der? Ist der blöd und weiß ich nicht was? Sondern bleib bei dir, bleib bei dir selbst. Richte deinen Fokus auf das, was dich erfüllt, was dich glücklich macht. Und wenn wir das mal alle in dieser Gesellschaft mehr machen würden, also ich glaube, dann könnten wir ganz viel und ganz tolle Sachen auch in diesem Land erreichen.
[01:53:48:18 - 01:54:55:22]
Ja, wenn mir etwas mehr Liebe in allem drin wäre, ja. Ja, das Potenzial Laura ist ja da. Und das ist das Schöne. Und dafür dient aus meiner Sicht ja auch dieser Prozess des Erwachens, in dem wir drin stecken, sozusagen. Und immer mehr Menschen merken ja auch, irgendwas läuft hier ein bisschen komisch. Und so langsam bewegen sich die Wimpern und man sieht, man zwingt gerade so ein bisschen und sieht auch Tageslicht dann schon langsam durchdämmern. Das heißt, hier geschieht eine ganze Menge und wir sehen es ja auch im Rahmen des Kongresses auch deine wunderbare Arbeit. Der Kreis wird größer, das Resonanzfeld ist da. Und ja, ich glaube, dass es am Ende eine ansteckende Energie ist, die nämlich jemanden, der vielleicht noch nicht so demut, weil es hat ja auch etwas mit Mut zu tun, in diese Verantwortung hineinzutreten, dann durch das Vorleben anderer erkennen kann, dass eben genau hier diese Schwelle zu überschreiten ist, um dann in seine Schöpferkraft zu kommen. Und damit eben auch seinen Einfluss, seine Stimme sozusagen, gelten zu machen.
[01:54:56:22 - 01:55:10:12]
Und ja, an genau dieser Schwelle stehen wir in diesem Prozess, sind wir mittendrin, von daher eine brillante Zeit, die natürlich auch alles natürlich überzeichnet und uns voll herausfordert letztendlich.
[01:55:10:12 - 01:56:33:06]
Und mir kommt ein Aspekt gerade noch, weil das finde ich auch schön, was du gesagt hast. Es geht ja nicht darum, still zu sein und in seinem Camerline zu sein und nur mit sich selbst in einer schönen Energie oder so zu sein. Es ist ja auch durchaus wichtig, dass wir aufstehen, dass wir laut sind und dass wir, also ich habe ja schon immer auch ein Thema mit Umweltschutz gehabt. Also mir lag die Umwelt schon immer extrem am Herzen und ich war auch schon immer jemand, der gesagt hat, du nie. Und das ist das Wichtige, nie dem anderen die Schuld zu geben, zu sagen, du machst was falsch, du machst den Planeten kaputt, weil das wird uns nicht weiterbringen, sondern zu sagen, hey, guck mal das und das können wir tun, damit es besser wird. So und da können wir ja auch unglaublich viel bewegen und können in die Welt reingeben. Also wenn wir sozusagen mehr in die Welt reingeben, was wir alles Tolles machen können, was wir alles Tolles verändern können, dann kann daraus ja eine wunderschöne Energie entstehen, anstatt halt immer nur zu sagen, was die anderen falsch machen oder was sie nicht mehr machen sollen. Also du, weiß ich nicht, böser, böser Dieselfahrer, du machst mit deinem Auto die Umwelt kaputt, ja das bringt doch gar keinem was. Also das ist ja wieder Schuld, dann hat der andere wieder das Gefühl, ich bin irgendwie Schuld, dass die Umwelt kaputt geht oder sie totaler quatscht. Das stimmt ja auch nicht.
[01:56:34:10 - 01:57:44:18]
Und trotzdem können wir ja unheimlich viel bewegen, indem wir inspirieren, rausgehen und Ideen teilen und sagen, hey, guck mal so und so könnte man das auch machen. Hast du vielleicht auch Lust das zu machen, aber wirklich weg von diesem, ich war mal eine ganz, ganz lange Zeit in der veganen Szene unterwegs und ich persönlich befürworte vegane Ernährung total, aber ich habe da schon ganz, ganz schnell gemerkt, dass es da zwei Arten von Menschen gibt, nämlich die Menschen, die sagen, du ist Fleisch, du bist ein Mörder und also ja eine ganz furchtbare Energie ist, was niemandem etwas bringt und die Menschen, die sagen so, hey, ich zeig dir mal eine Option, guck mal, ich mache hier mal einen pflanzlichen Burger, probier den doch mal, vielleicht schmeckt der dir, wenn nicht, ist auch nicht schlimm. Das ist ja zwei komplett andere Energien und dabei geht es ja auch nicht darum, andere Menschen, ich glaube wir müssen davon wegkommen, andere Menschen überzeugen zu wollen oder sie irgendwo reindrängen zu wollen, sondern sie einfach nur teilhaben zu lassen an unseren Sachen, die wir so machen und entweder nehmen sie davon was mit oder eben nicht und das ist auch okay.
[01:57:46:01 - 01:58:52:02]
Absolut, Laura, genau so sehe ich das auch und ja, es ist eben der Unterschied, ob du selber auch lebst und offenbarst und damit andere sozusagen in ein Resonanzfeld bringst, das ist ganz offen oder ob du eben bedrängst oder extremistisch versuchst, irgendwas zu erreichen und ja, auch da hat ja jeder seine Rolle und seine Prozesse, ich kenne diese Prozesse auch und das ist eine spannende Reise, auf der man eben Stück für Stück auch wieder sein Bewusstsein weiterentwickelt und da gibt es einfach ganz viel sehr schönes zu entdecken und dann auch umzusetzen und zu leben und ich glaube, dass wir jetzt eben genau an dieser Schwelle sind, wo so viel bei so vielen Menschen inzwischen aufgeht an Saatkörnern, die schon vor tausendem von Jahren in uns sozusagen gesehen worden von uns selbst und jetzt der Wecker eben klingelt und wir in dieses Bewusstsein hineinwachsen und das ist ein so so schönes Gefühl, also ich freue mich auch riesig immer wieder mit dir im Gespräch zu diesem Thema zu sein.
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Danke, das kann ich nur zurückgeben, sehr, sehr schön.
[01:58:57:00 - 01:59:07:02]
Wundervoll. Liebe Laura, du bist ja auch immer aktiv, du bringst neue Impulse in die Welt, was beschäftigt dich gerade, wenn es dann mal nicht um das Thema Schuld geht wie heute?
[01:59:08:12 - 02:01:02:17]
Ich habe jetzt in den letzten Wochen und Monaten einen, und das war wirklich ein Herzensprojekt von mir, einen neuen Online-Kurs erschaffen, der heißt Heilen mit Lemurien und der bringt diese Heilenergien nochmal in den Alltag und mir war dieser Kurs total wichtig, weil er eben genau damit arbeitet. Also wo trage ich irgendwelche Glaubenssätze noch in mir, die mir nicht gut tun, irgendwelche Schuldsachen von mir aus auch aus früheren Leben, ja, dass ich das Gefühl habe, ich fühle mich immer noch schuldig, irgendwas anzunehmen. Das sind ja auch alles Sachen, die wir in Heilung bringen können und deswegen war es mir so wichtig, weil ich immer wieder gemerkt habe, Leute sind an mich rangetreten und haben immer gefragt, ja, aber wie mache ich das denn? Also wie bringe ich denn Sachen in Heilung? Also wenn ich dieses Thema habe, was kann ich denn da machen? Und ja, so ist dieser Online-Kurs irgendwie entstanden mit ganz, ganz vielen verschiedenen Meditationen, Techniken, die man eben machen kann für sich, um zu sagen, hey, ich bearbeite das Thema jetzt für mich und gebe es eben nicht wieder böse raus in die Welt, sondern ich finde eine Methode für mich, das zu bearbeiten, mir das anzunehmen. Und das dann eben auch in Heilung zu bringen. Also in Heilung zu bringen heißt ja nicht, die rheumatische Erkrankung von heute auf morgen zu heilen, sondern in Heilung bringen heißt ja, ich fange an, meinen Frieden mit etwas zu machen. Ich gehe auf eine Heilungsreise, auf eine Bewusstseinsreise, in der ich Dinge integriere, verstehe und vor allem loslasse. Ja, und dann bin ich jetzt ganz froh, dass dieser Online-Kurs endlich in der Welt ist, weil ich glaube, der wird wirklich vielen Menschen helfen, mit ihren eigenen Themen besser umzugehen, die zu reflektieren und eben da mit sich selbst zu arbeiten.
[02:01:02:17 - 02:02:01:15]
Ja, das hat mich jetzt sehr beschäftigt. Großartig. Ja. Wie schön. Und das Schöne ist, dann kann man wirklich auch dieses Thema, was wir gerade besprochen haben, ganz praktisch bearbeiten für sich selbst. Und das ist ja auch unser Herzensanliegen immer wieder, das, was eben einerseits intellektuell oder vom Herzen verstanden wird, dann aber auch in den Alltag zu integrieren und dann auch in die Heilung eben zu führen. Das ist doch eine wundervolle Ergänzung, da freue ich mich sehr. Und sicherlich können wir unter dem Video dann auch den Link hier dann natürlich posten. Ich bin ganz begeistert gerade, weil ich habe auch Gänsehaut, dieser Begriff schuld. Erinnerst du dich vor, ich weiß gar nicht, wie lange wir jetzt gesprochen haben, sagen wir mal 50 Minuten oder 60, keine Ahnung, da haben wir den gefühlt und du sagtest, woher da ist schon eine richtige Last drin. Und weißt du, lass uns nochmal reinfühlen, der ist für mich so geschrumpft, der ist so leicht geworden. Kannst du das bestätigen, weil ich fühle das gerade so und habe mich richtig gefreut.
[02:02:01:15 - 02:02:16:16]
Ja, das stimmt, das ist wirklich leichter geworden. Also es ist etwas, was zwar da ist, womit wir arbeiten können, aber was wir auch leichter wieder loslassen können. Und ich fühle es genauso wie du. Es hat so schwer gestartet und es jetzt in die Leichtigkeit gegangen.
[02:02:17:17 - 02:02:28:02]
Super, so schön, Laura. Was für eine Herzensfreude. Ich danke dir von ganzem Herzen für die Zeit, die du wieder genommen hast und freue mich jetzt schon auf unseren nächsten Austausch. Alles Liebe für dich weiterhin.
[02:02:29:05 - 02:02:31:18]
Danke, das wünsche ich euch und dir auch lieber Kai.
[02:02:33:00 - 02:03:06:14]
Bis dahin, ade. Ja, ich danke auch dir, dass du dieser Sendung bis hierher gefolgt bist und vielleicht hat sich das Schuldthema bei dir sich ja auch ein bisschen erleichtert. Ja, fühl mal rein. Du findest auf jeden Fall unter diesem Video hier alle Links zu Lauras Angeboten und zur Webpage, natürlich auch zum YouTube-Kanal. Und wenn du hier noch einen Kommentar hinterlassen möchtest, mach das gerne, wir freuen uns, wir lesen jeden Kommentar und auch ein Like. Das ist natürlich auch eine ganz tolle Sache. Ich freue mich schon aufs nächste Mal, wenn du auch wieder dabei bist und bis dahin, alles Liebe für dich, ade.
[02:03:06:14 - 02:03:13:19]
Macher und Gäste
